Europaabgeordnete Lena Düpont besucht die Wassermühle Karoxbostel

Morgens um halb sieben herrscht schon emsiges Treiben in der alten Küche im Denkmal-Ensemble Wassermühle Karoxbostel. Der Grund: "Unsere Europaabgeortnete Lena Düpont hat sich für halb acht angemeldet, da soll der Kaffee rechtzeitig fertig sein", erklärt die Vereinsvorsitzende Emily Weede den frühen Start in den Tag.Rund zwanzig Mühlenfreunde sind zu dieser frühen Stunde schon zur Stelle. Auch Seevetals Bürgermeisterin Martina Oerzten und die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Sybille Kahnenbley lassen es sich nicht nehmen, die Europaabgeordnete in Seevetal zu begrüßen. Lena Düpont sitzt seit der Europawahl 2019 für die Europäische Volkspartei (EVP) im Europäschen Parlament. Mit 187 Abgeordneten aus 26 Ländern ist die EVP die größte Fraktion im Europaparlament. In Brüssel ist Lena Düpont Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres und migrations- und innenpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Gruppe. Zudem ist die 34-jährige

Politikwissenschaftlerin und Redakteurin aus Gifhorn im Ausschuss für regionale Entwicklung tätig. In dieser Funktion ist sie unter anderem für die Festlegung der Kriterien zur Vergabe der EU-Fördermittel im ländlichen Raum mitverantwortlich."Weiterhin bin ich als stellvertretendes Mitglied in dem für unsere Region sehr wichtigen Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung tätig", erklärt die Europaabgeordnete, die auch noch Stellvertreterin im Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter ist. Im Verein Wassermühle Karoxbostel sind Frauen in Führungspositionen stark vertreten. Beim Besuch an der Wassermühle wollte sich Lena Düpont persönlich davon überzeugen, wie bei diesem Projekt die EU-Mittel eingesetzt worden sind.Nach dem Frühstück mit regionalen Leckereien von der Nutztierarche der Familie Peters in "lütten Jehrden" und frischen Kräutern aus dem Mühlen-Garten beginnt die Führung durch das Denkmal-Ensemble. "Wir sind sehr glücklich über die Fördergelder, die wir von der EU erhalten haben. Vieles hätte ohne die Mittel aus Brüssel deutlich länger gebraucht und diese Zeit hätten wir aufgrund der desolaten Bausubstanz wahrscheinlich nicht gehabt", betont der 2. Vorsitzende des Vereins, Willy Koppermann, den die Vereinsvorsitzende Emily Weede scherzhaft als "einen unserer beiden Quotenmänner im Vorstand" vorstellt.Bei der Restaurierung sei soviel wie irgend möglich von der Originalsubstanz erhalten worden, berichtet Emily Weede, die Lena Düpont durch das Haupthaus von 1817, die 1893 errichtete Kornmühle und die 1900 gebaute Sägemühle führt.  "Neben der Originalität ist uns die Funktion sehr wichtig", erklärt die Vereinsvorsitzende. "Momentan sägen wir Balken für den Dachstuhl für die neue Hofschmiede, unser Kooperationsprojekt mit den Berufsbildenden Schulen Buchholz und der Schmiede im Museumsdorf Seppensen."Lena Düpont und ihre Büroleitern Sinje Rowedder zeigen sich beeindruckt: "Es ist schön, zu sehen wie EU-Fördergelder wirken können. Hier wurde mit den Geldern nicht nur die Sanierung dieses kulturhistorischen Kleinods unterstützt, sondern dank des Engagement der  Mühlenretter ein lebendiger Ort der Begegnung für die Region geschaffen", sagt die Europaabgeordnete aus Gifhorn. Zum Abschluss des Rundgangs genießen Gäste und Gastgeber die Blumenpracht im Mühlen-Garten. "Dieses Projekt ist wirklich unglaublich vielfältig. Wir kommen bestimmt wieder", lobt die Abgeordnete das Engagement der Mühlenretter von Karoxbostel.