Kreisparteitag der CDU Harburg-Land

Der neue Kreisvorstand der CDU Harburg-Land
Der neue Kreisvorstand der CDU Harburg-Land

Der diesjährige Kreisparteitag stand ganz im Zeichen von Europa und der Wahl am 26.Mai 2019. Zusätzlich auf der Tagesordnung: turnusgemäß Neuwahlen des Kreisvorstands.

 

Gut 120 Mitglieder waren am Samstagmorgen der Einladung nach Kakenstorf gefolgt.

Das geistliche Grußwort hielt Superintendent Dirk Jäger.

 

Zu Beginn der Veranstaltung hielt die Kreisvorsitzende Britta Witte einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Es wurde der 23 verstorbenen Mitglieder gedacht. Sorge bereitet die abnehmende Mitgliederzahl, bedingt u.a. durch das hohe Durchschnittsalter. Auch in diesem Jahr werden wieder knapp 20 Mitglieder für ihre 40 bzw. 50 jährige Parteizugehörigkeit geehrt.

Witte betonte: „Auch wenn wir mit knapp 1800 Mitgliedern noch immer der stärkste Kreisverband in Nordostniedersachsen sind, müssen wir uns Gedanken um die Mitgliederentwicklung und um die künftige finanzielle Lage des Kreisverbandes machen.“ Dies bedeute einerseits Einsparungen auf der Kostenseite und andererseits mehr Veranstaltungen, mehr Öffentlichkeitsarbeit, mehr Hilfe für die Ortsverbände in der Fläche. Erste Schritte wurden in beiden Bereichen bereits unternommen.

 

Letztmalig gab anschließend der Kreisschatzmeister Jürgen Böhme seinen Bericht ab. Nach 26 Jahren im Kreisvorstand, davon 6 Jahre als Schatzmeister, kandidierte Böhme nicht mehr erneut.

 

Hauptrednerin des Vormittags war Lena Düpont, die Europakandidatin der CDU im Bezirksverband Nordostniedersachsen. Frau Düpont kommt aus Gifhorn und steht auf dem aussichtsreichen Platz 3 der Niedersächsischen Landesliste. Der Titel ihres Beitrages:

 

„Werkstatt Europa –
warum Europa uns alle braucht“

Lena Düpont betonte die Vorteile ebenso wie die Notwendigkeit einer Europäischen Union: „Die Europäische Einigung ist eine der größten Erfolgsgeschichten unserer Zeit: mehr als 70 Jahre Frieden, Freiheit, Wohlstand. Eine Entwicklung, von der wir alle profitiert haben. Wir genießen grenzenlose Reisefreiheit, zahlen mehrheitlich mit einer Währung, profitieren von hohen Verbraucherschutzstandards, wir studieren, arbeiten, leben im europäischen Ausland und vertrauen auf Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.“ 

 

Zurücklehnen könne man sich jedoch keinesfalls. Als Warnsignale nannte sie außen-, wirtschafts- und handelspolitische Unwägbarkeiten, erstarkenden Populismus und den Brexit. Tiefliegende Probleme in der Zusammenarbeit, den Abstimmungsmechanismen und der europäischen Solidarität lägen klar erkennbar auf dem Tisch. 

 

Lena Düpont bekannte sich in ihrem Beitrag klar zur Europäischen Integration, zur Einheit in Vielfalt und zur gemeinsamen Bewältigung globaler Herausforderungen. „Die Antwort auf die Zukunftsfragen der EU darf aber nicht ein ‚mehr Europa in allem’ sein; es muss ein besseres Europa sein, ein schnelleres und effizienteres Europa in den Fragen, in denen eine Zusammenarbeit sinnvoll ist und die wir besser gemeinsam regeln können“, so Düpont und zielte damit u.a. auf Strukturförderungen und eine zukunftsgerichtete, pragmatische Reform der gemeinsamen Agrarpolitik ab, damit Landwirtschaft bestärkt und gezielt unterstützt werden könne. Als weiteres Beispiel nannte sie eine gemeinsame Strategie zur Gestaltung der Digitalisierung. Düpont wörtlich: „Sie entscheidet darüber, wie wir in Zukunft arbeiten, ob wir die Potentiale unseres ländlichen Raumes nutzen können und ob unsere klein- und mittelständischen Unternehmen sich dem Wandel stellen können.“ 

 

Abschließend appellierte Lena Düpont an die Anwesenden: „Gerade wir als CDU – der Europapartei - müssen die Debatte um das Wohl und Wehe der EU mit Vehemenz und Leidenschaft führen, es ist unsere Zukunft! Wir entscheiden heute, in welcher EU wir zukünftig leben wollen: packen wir es an!“

 

Es folgten die Wahlen zum Kreisvorstand. In den Zählpausen berichteten die Abgeordneten Michael Grosse-Brömer aus dem Bundestag, Heiner Schönecke und André Bock aus dem Landtag sowie Landrat Rainer Rempe und Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Heinrich Aldag aus dem Kreistag. Auch die Junge Union gab durch Jannik Stuhr einen Bericht ihrer Tätigkeit ab, ebenso wie Wilfried Uhlmann für die MIT (Mittelstandsvereinigung der CDU) und Kai Uffelmann für die KPV (Kommunalpolitische Vereinigung der CDU).

 

Mit jeweils über 90% wurden in ihren Ämtern bestätigt:

Britta Witte - Kreisvorsitzende (97%)

André Bock MdL - erster stellvertr. Kreisvorsitzenden (98%)

Christian Horend - zweiter stellvertr. Kreisvorsitzender (94%)

Christiane Oertzen - dritte stellvertr. Kreisvorsitzende (93%)

Sybille Kahnenbley - Mitgliederbeauftragte (98%)

 

Neu hinzugewählt wurde

Michael Wildemann als Kreisschatzmeister mit 97% der Stimmen.

 

Als Beisitzer gewählt wurden:

Anette Randt, Jörg Hartmann, Sebastian Putensen, Tom Lotz, Michael Klapproth, Dr. Jörn Lütjohann, Volkmar Persiel, Necdet Savural, Hans-Joachim Mencke und Frank Thöle-Pries

 

Der Parteitag endete – wie immer – mit der Nationalhymne.