„Aktuelles aus der Bildungspolitik“ – Niedersachsens Kultusminister Gast der CDU!

Der Arbeitskreis Schule der CDU des Landkreises Harburg hatte am 25.09.2018 zu einem bildungspolitischen Diskussionsabend in das Gasthaus Böttcher nach Nenndorf geladen. Mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne und dem Vorsitzenden des Kultusausschusses des Landes Niedersachsen André Bock aus Winsen konnte Arbeitskreisvorsitzende Christiane Oertzen gleich zwei prominente Akteure der Schulpolitik begrüßen.

 

Fast 100 Schulinteressierte, Elternvertreter, Lehrer und Schulleiter waren der Einladung gefolgt, um aus erster Hand Informationen zur aktuellen Bildungspolitik des Landes zu hören. Nach einleitenden Worten durch André Bock konnte sich der Minister zu Beginn seines

Vortrages ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Es fühlt sich schon ungewohnt an, als SPD-Minister vor einem CDU Banner zu sprechen.“ Eine gute halbe Stunde lang schlug Kultusminister Tonne dann einen weiten Bogen von der frühkindlichen Bildung über die Arbeitssituation von Lehrern, Digitalisierung in Schulen, Inklusion bis hin zu einem im Oktober startenden Konzept „Bildung 2040“.

 

Um die Lehrerversorgung sicherzustellen versprach er, jeden Lehramtsstudenten nach Beendigung des Studiums einzustellen und betonte die Wertschätzung für die Arbeit der Lehrer. Dazu werde es in Kürze erstmalig ein Werbekonzept des Landes geben. Tonne machte aber auch ganz deutlich: „Die Verantwortung für das Kind liegt in erster Linie bei den Eltern, nicht bei den Lehrern.“ Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete der Minister in einer Diskussionsrunde

 

zahlreiche Fragen der anwesenden Zuhörer. Dabei standen Themen wie Lehrerabordnungen und -besoldung, Schulbegleitungen für z.B. verhaltensauffällige oder lernschwache Kinder, Schulsozialarbeit und Stundentafeln im Vordergrund. Tonne betonte, die Temporeduzierung bei der Inklusion sei gut und richtig, räumte aber auch Probleme der Umsetzung ein. Pädagogische Begleitungen möchte er zukünftig den Schulen zuordnen - nicht einem einzelnen Schüler - und dazu Schulsozialarbeit weiter ausbauen. „Ich stelle mir multiprofessionelle Teams an Schulen vor,“ so der Minister. „Aber leider ist nicht alles von heute auf morgen umsetzbar, sondern ein langwieriger Prozess.“ André Bock bedankte sich abschließend bei den Anwesenden für die spannende Diskussion. „Das große Interesse an dieser Veranstaltung und die vielen unterschiedlichen Fragen zeigen, wie sehr gerade in der Schulpolitik manches unter den Nägeln brennt!“ Und übergab Kultusminister Grant Hendrik Tonne als kleines Dankeschön für sein Kommen ein großes Glas Heidehonig aus der Region.