Gysi und die Stasi – Thema bei CDU Feier zum Tag der Deutschen Einheit

Gysi und die Stasi – Thema bei CDU Feier zum Tag der Deutschen Einheit

„25 Jahre Deutsche Einheit – ist die Vergangenheit wirklich aufgearbeitet? Das Beispiel Gregor Gysi“ war das diesjährige Thema bei der wieder einmal mit 120 Gästen sehr gut besuchten Veranstaltung des CDU Kreisverbandes im Winsener Marstall am Tag der Einheit.

 

„Nein“, kurz und knapp war die erste Antwort des diesjährigen Redners Hans-Jürgen Börner aus Jesteburger. Börner, als langjähriger Redakteur bei der ARD , dem NDR und auch als Fernsehkorrespondent in der ehemaligen DDR vor der Wende tätig, hat sich in der Vergangenheit sehr intensiv mit der schillernden Gestalt eines Gregor Gysi beschäftigt.

 

 

v.l.: Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt, Landtagsabgeordnete André Bock und Heiner Schönecke, Kreisvorsitzende Britta Witte, Referent Hans-Jürgen Börner und Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer
v.l.: Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt, Landtagsabgeordnete André Bock und Heiner Schönecke, Kreisvorsitzende Britta Witte, Referent Hans-Jürgen Börner und Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer

 

 

Gregor Gysi , bis zur letzten Woche noch Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, versichere bis heute, dass er niemals während seiner DDR-Zeit der Stasi über Mandanten oder andere Bürger berichtet habe, so Börner einleitend. In dem ARD-Film „Gysi und die Stasi“, der bereits im Dezember 2013 ausgestrahlt wurde, würden jedoch Beispiele aufgezeigt, die es fragwürdig erscheinen ließen, dass Dr. Gregor Gysi die Wahrheit gesagt habe.

 

 

 

 

 

Die Gäste verfolgten anschließend den etwa 45-minütigen Film mit großem Interesse, aber auch Betroffenheit.  Für viele war völlig unverständlich, dass der Immunitätsausschuss des Deutschen Bundestages zwar mit notwendiger 2/3 Mehrheit eine inoffizielle Tätigkeit des Abgeordneten Dr. Gregor Gysi für das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik als erwiesen festgestellt hat, dieses aber weder rechtliche noch politische Konsequenzen zur Folge gehabt habe. Hans-Jürgen Börner bestätigte, dass leider viele Fragen offen blieben. Seine Hoffnung wäre, dass sich politische Stiftungen wie beispielsweise die Konrad-Adenauer-Stiftung an dieses Thema heranwagen würden, um das begangene Unrecht aufzuarbeiten. Nach ausgiebiger Diskussion bedankte sich die Kreisvorsitzenden Britta Witte bei den Gästen und bei Hans-Jürgen Börner, der mit seinem Vortrag einmal mehr deutlich gemacht hat, wie  bedeutend es für alle Bürger in Ost und West ist, in einem freiheitlichen und friedlichen Rechtsstaat zu leben.