Feier zum Tag der deutschen Einheit mit Zeitzeugen in Winsen

Bürgermeister a.D. Meinhard Schmechel aus Rüterberg zu Gast bei der CDU

 

Kreisvorsitzender Michael Grosse-Brömer konnte auch in diesem Jahr wieder einen höchst interessanten Gast begrüßen: Als Gastredner hatte der ehemalige Bürgermeister aus Rütterberg bei Dömitz, Meinhard Schmechel zugesagt, über sein Leben in der Enklave dicht an der innerdeutschen damaligen grenze zu berichten.

 

Die 150 Zuhörer folgten gespannt seinem Bericht von einem Leben zwischen Zäunen. Rüterberg war als DDR-Enklave komplett mit einem drei Meter hohen doppelten Zaun eingezäunt. 

 

 

 

v.l. Landrat Rainer Rempe, Meinhard Schmechel, stellv. Kreisvorsitzende Britta Witte und Kreisvorsitzender und MdB Michael Grosse-Brömer
v.l. Landrat Rainer Rempe, Meinhard Schmechel, stellv. Kreisvorsitzende Britta Witte und Kreisvorsitzender und MdB Michael Grosse-Brömer

Alle Einwohner konnten nur mit gültigen Passierscheinen ausreisen, und selbst von Kindern, die für den Schulbesuch Rüterberg verlassen mussten, wurde ein solcher Passsierschein verlangt. Das einzige Tor wurde morgens um 5 Uhr geöffnet und um 23 Uhr wieder verschlossen. Selbst für einen dringenden Notfall wurde das Tor außerhalb dieser Zeiten nicht geöffnet.

 

Schmechel verdeutlichte mit einem mitgebrachten Film, was es hieß, hinter Gittern zu leben. Der Kreisvorsitzende konnte am Ende der Veranstaltung einmal mehr feststelllen: "Die DDR war ein Unrechtsstaat und es ist schön, dass es sie nicht mehr gibt"